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Arbeiten mannigfaltigster Art.

NABU – Projekt Totholz

In Zusammenarbeit mit dem NABU Landesverband Saarland und der haben dpz und xm:lab ein mediales Ausstellungskonzept zum Thema „Wertvoller Wald durch Alt- und Totholz“ rund um die Scheune Neuhaus entwickelt und umgesetzt. Ein neu angelegter Fußweg vom Parkplatz zum Scheunenensemble leitet Besucher an drei von der htw saar FB Architektur entwickelten Pavillons entlang, in denen visuelle, auditive und experimentell haptische Perspektiven durch mediale Interaktion im Kontext Wertvoller Wald durch Alt- und Totholz eingenommen werden können.

Im ersten Pavillon werden mit einer Panoramaprojektion über drei Projektoren Zeitraffervideos von verschiedenen Orten im und um den Urwald gezeigt. Es ist eine visuelle Darstellung von Orten, die man im Alltag nicht wahrnehmen kann, da die Prozesse der Veränderung und der Jahreszeiten nur über einen langen Zeitraum erlebt werden können. Der Besucher hat die Möglichkeit sich mit Hilfe eines im Zentrum des Pavillons installierten Rades in der Zeit vor und zurück zu bewegen.

Im zweiten Pavillon wird die Möglichkeit geschaffen, Fundstücke aus dem Wald mitzubringen und diese mit Hilfe eines Mikroskops zu untersuchen. Das vergrößerte Ergebnis kann auf dem in die Forschungsstation eingelassenen Monitor betrachtet werden. Zusätzlich wird das Bild in Echtzeit kaleidoskopisch auf einem unter die Decke montierten Projektionsbaldachin dargestellt.

Im dritten Pavillon werden Geräusche und Töne, die normalerweise im Wald nicht zu hören sind, verstärkt und hörbar gemacht. Harfen-ähnlich sind rundherum Metallstangen in den Pavillon eingelassen, welche bei Berührung einzelne Geräusche abspielen. Wenn mehrere Stangen berührt werden, überlagern sich die Geräusche und es erklingt ein Waldkonzert. Durch eine generative Typo-Projektion auf den Boden wird das abgespielte Geräusch erklärt.

Projektmanagement erfolgte durch die hochschuleigene K8 Institut für strategische Ästhetik gGmbH.

https://dpz.xmlab.org/projekte/details/nabu-projekt-totholz

In diesem Projekt wurde während meines 5-monatigen Praktikums des Masterstudiums die komplette Projektorganisation unterstützt. Die Aufgaben reichten von der anfänglichen Recherche der benötigten Hardware, Einkauf und Installation, bis hin zur kompletten Erarbeitung und Umsetzung der Pavillon-Logik.

Jedes Pavillon stellte hierfür eine komplett differenzierte Herausforderung dar: Im ersten Pavillon wird mittels Drehmeschanik ein Film über drei Projektoren dargestellt. Die Auswahl der verwendeten Hardware und die Umsetzung mittels vvvv wurde komplett übernommen.
Im zweiten Pavillon musste eine Verbindung zwischen einem Mikroskop und vvvv hergestellt werden, inklusive Darstellung auf drei kleinen Monitoren. Mit vvvv werden hierbei auch verschiedene Darstellungsmethoden erzeugt. Hinzu kommt noch, dass eine Kalaidoskop-Installation des Mikroskopausschnitts an die Decke projiziert wird, ebenfalls umgesetzt mit vvvv.
Im dritten Pavillon ist eine Klanginstallation mittels kapazitiven Stangen installiert. Die komplette Umsetzung der Software wurde von mir geplant und mit Arduino und vvvv realisiert.

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